106 Millionen Euro könnten für 2026/2027 beim Schülerticket eingespart werden, sagt Berlins Verkehrssenatorin Bonde. Könnte damit neue Infrastruktur finanziert werden?
Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hat das kostenlose Schülerticket für alle Schülerinnen und Schüler in Berlin infrage gestellt. „Wir haben im sozialen Bereich wirklich viele Angebote. Es bedarf einer Überprüfung, ob wirklich alle Schülerinnen und Schüler ein kostenloses Schülerticket und Schulessen brauchen“, sagte Bonde dem Tagesspiegel auf die Frage, an welcher Stelle das Land angesichts der angespannten Haushaltslage sparen könnte. „Bei sozial Bedürftigen ist es vollkommen unumstritten, dass das Angebot bestehen bleibt. Bei gut verdienenden Gruppen setze ich ein Fragezeichen“, sagte Bonde.
Der Verkehrssenatorin zufolge würde das Land rund 106 Millionen Euro in den Jahren 2026/2027 einsparen, wenn der Zuschuss für das kostenlose Schülerticket entfallen würde.
U7-Verlängerung wird weiter angestrebt
Bonde sagte in dem Interview zudem, dass der schwarz-rote Senat grundsätzlich an der Verlängerung der U7 in Spandau festhalte. Allerdings müsse noch die optimale Trassenführung gefunden werden. „Wir haben dort eine Trassenvariante, die eine gute verkehrliche Erschließung bietet. Die kann aber keine Förderung bekommen. Und wir haben eine Trasse, für die wir Geld vom Bund bekommen würden, die aber keine optimale Erschließung bietet“, sagte Bonde.
Bei einer Verlängerung der U7 zum Flughafen BER trage das Land Brandenburg derzeit die Finanzierung nicht mit. Begraben will Bonde das Projekt aber noch nicht. „Je nachdem, was wir als Großveranstaltungen nach Berlin oder in die Metropolregion holen, können sich noch einmal neue Möglichkeiten ergeben“, sagte die Senatorin. Eine solche Großveranstaltung könnte demnach eine Weltausstellung (Expo) in Schönefeld sein.
dpa / EVN
