In Erfurt entsteht ein neues Stadtviertel auf einem ehemaligen Güterbahnhofsgelände. Welche Pläne die Deutsche Bahn dort hat.
Das geplante Weiterbildungszentrum der Deutschen Bahn (DB) in Erfurt nimmt weiter Form an. Derzeit wird auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs östlich des Erfurter Hauptbahnhofs ein erstes Gebäude für den künftigen DB Campus errichtet, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bereits errichtet seien die Fläche für einen Veranstaltungssaal und zwei Treppenhäuser.
Geplant sei, dass ab Ende 2027 der DB Campus zunächst dort seinen Betrieb aufnimmt. „Das eigentliche, zentrale Campus-Gebäude entsteht in unmittelbarer Nähe bis 2029 und soll sich zu einem Ort der Verkehrswende entwickeln“, heißt es.
Tausende Teilnehmer sollen künftig jährlich den Campus als Weiterbildungs- und Veranstaltungszentrum der Deutschen Bahn besuchen. Laut Bahn soll er zum zentralen Lern- und Begegnungsort innerhalb des Konzerns werden, wo DB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihr Wissen weitergeben können.
Neben Bürogebäuden sollen auch ein Lager- und Sozialgebäude für die Bahntochter DB InfraGO, ein Gästehaus für 300 Bahn-Mitarbeitende sowie ein Garagenbau entstehen.
Insgesamt etwa 250 Millionen Euro steckt die DB in den gesamten Komplex, die sogenannte ICE-City, davon rund 110 Millionen für den DB Campus. Zuletzt hatten die Stadt Erfurt und die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) einen sogenannten Erschließungsvertrag abgeschlossen. Dieser war die Voraussetzung für die nächsten Bauabschnitte für die ICE-City. Auf dem ehemaligen Güterbahnhofgelände soll ein 30 Hektar großes Stadtviertel entstehen mit dem DB Campus als ein zentraler Baustein.

dpa / EVN
