Fit für schwere Güterzüge – Bahnstrecke Nossen–Meißen wiedereröffnet

Seit über 150 Jahren rollen Züge auf der knapp 40 Kilometer langen Strecke zwischen Nossen und Meißen. Nach jahrelangem Verschleiß wurde sie nun wieder für schwerere Güterzüge auf Vordermann gebracht.

Nach einer Millioneninvestition ist die Eisenbahnstrecke zwischen Nossen und Meißen fit für schweren Güterverkehr. Die Arbeiten an dem 20 Kilometer langen Teilabschnitt hatten im August 2024 begonnen, wie die Nossen-Riesaer Eisenbahn-Compagnie (NRE) als Betreiber mitteilte. 5 Millionen Euro wurden mit Fördermitteln des Landes und des Eisenbahn-Bundesamtes investiert, nachdem sich der Zustand der Strecke über Jahre verschlechtert hatte. Am Donnerstag wurde sie wiedereröffnet.

Von einer „Zukunftsstrecke“ sprach Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU). Einerseits stärke sie die Infrastruktur für die regionale Wirtschaft. „Und zum anderen lässt sie uns mit neuem Schwung auf den Tag hinarbeiten, an dem auch wieder Personenzüge fahren und Menschen in dieser Region auf der Schiene mobil sein können.“

Bahnstrecke ist mehr als 150 Jahre alt

NRE-Geschäftsführer Eckart Sauter sprach von einem „wichtigen Etappenziel“ auf dem Weg zur Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Strecke. Geplant sei das ab Dezember 2029, wenn die Finanzierung sichergestellt werden könne, erklärte er auf Nachfrage. Vorerst werden dort vor allem Kesselwagenzüge für ein Tanklager unterwegs sein.

Die Bahnstrecke von Nossen nach Meißen wurde den Angaben zufolge in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut und ist knapp 40 Kilometer lang. Die NRE hat sie 2016 von der Deutschen Bahn gepachtet, nachdem dort der Personenverkehr eingestellt worden war. Bei den Bauarbeiten an dem Teilabschnitt wurden unter anderem mehr als 5.000 Schwellen, 2,5 Kilometer Schienen und zahlreiche Brückenbalken ausgetauscht. Zudem seien das Schotterbett und etliche Bahnübergänge auf Vordermann gebracht worden, hieß es.

dpa / EVN