Streit um Hayali-Doku: Deutsche Bahn und ZDF beenden Auseinandersetzung

Nach wochenlanger Auseinandersetzung verzichtet die Deutsche Bahn auf weitere juristische Schritte gegen eine kritische ZDF-Dokumentation mit Dunja Hayali. Der Sender hatte nach der Ausstrahlung Fakten korrigiert und eine Unterlassungserklärung abgegeben.

Der Streit zwischen der Deutschen Bahn und dem ZDF über die Dokumentation „Unsere Bahn: geliebt, verflucht – gefährlich?“ ist offenbar beendet. Laut einem Bericht des Evangelischen Pressedienstes (epd) verzichtet die Deutsche Bahn aktuell auf weitere juristische Schritte.

Das ZDF hatte die Dokumentation von Dunja Hayali und Sebastian Bellwinkel im Juli in der Reihe „Am Puls“ ausgestrahlt. Nach Kritik der Bahn korrigierte der Sender unter anderem eine Zahlenangabe zu digitalen Stellwerken und änderte den Titel einer Grafik zur Bahnpünktlichkeit in Belgien. Zudem gab das ZDF eine Unterlassungserklärung wegen unwahrer Tatsachenbehauptungen ab.

Der Bahn gingen die Änderungen zunächst nicht weit genug, sie forderte eine umfassendere Überarbeitung oder die Entfernung der Dokumentation aus der Mediathek. Das ZDF wies diese Forderungen zurück und sah in der bestehenden Fassung keine weiteren Mängel. Nun erklärte ein Bahnsprecher gegenüber dem epd, weitere rechtliche Schritte würden aktuell nicht verfolgt.

EVN