GDL-Streik legt Saarbahn lahm – Ersatzbusse fahren weiter

Die GDL ruft erneut zum Streik bei der Saarbahn auf. Wie die Ersatzbusse jetzt helfen und was Fahrgäste am Wochenende erwartet.

Reisende der Saarbahn brauchen weiterhin Geduld – im Tarifkonflikt mit der Saarbahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erneut für heute zu einem Streik aufgerufen. Das Ende des um 13.30 Uhr begonnenen Streiks werde gesondert bekanntgegeben, teilte die GDL mit. Die Saarbahn verweigere weiterhin die Rückkehr an den Verhandlungstisch.

Angesichts der kurzfristigen und wiederholten Aufrufe sei von weiteren Streikankündigungen im Laufe des Tages auszugehen, teilte die Saarbahn mit. In der Nacht habe ein Streik um 3.00 Uhr geendet, drei Stunden später habe der nächste Streik begonnen, der bis 9.30 Uhr gedauert habe.

Für die Fahrgäste bedeutet der Streik:

  • Die S1 verkehrt am Freitag bis 16.30 Uhr zeitweise weiterhin in Doppeltraktionen zwischen Riegelsberg Süd und Saargemünd. Sollte der Streik nach 16.30 Uhr beendet sein, wird versucht, zeitnah den Regelbetrieb der S1 wieder hochzufahren.
  • Die Extrabusse des Schienenersatzverkehrs fahren unabhängig vom Streikverhalten der GDL durchgehend weiter.
  • Auch am Wochenende sind die Busse des Schienenersatzverkehrs auf jeden Fall im Einsatz.

Hintergrund ist ein schon seit mehreren Monaten andauernder Tarifkonflikt. Die Saarbahn befördert nach eigenen Angaben jährlich fast 35 Millionen Fahrgäste in Saarbrücken und im Regionalverband und fährt grenzüberschreitend bis ins lothringische Sarreguemines in Frankreich. Ihre Tram-Trains verkehren sowohl in der Stadt als auch im Umland.

dpa / EVN