Stadler meldet Cybervorfall über Austauschplattform mit Zulieferer

Cybervorfall im Umfeld des Zugherstellers Stadler: Über eine Datenaustauschplattform verschaffen sich Kriminelle Zugriff auf technische Daten. Die Produktion läuft weiter – auch lässt sich das Unternehmen nicht erpressen.

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler hat nach einem Cybervorfall Entwarnung für seine eigenen IT-Systeme gegeben. Nach Angaben des Unternehmens verschafften sich Cyberkriminelle Zugriff auf technische Informationen über kompromittierte Zugangsdaten einer Datenaustauschplattform mit einem Zulieferer. Die internen IT-Systeme von Stadler seien nicht kompromittiert worden.

Betroffen seien ausschließlich technische Daten eines Zulieferbetriebs, die nach Unternehmensangaben nicht sicherheitsrelevant seien. Auch relevante personenbezogene Daten sowie die weltweit im Einsatz befindlichen Schienenfahrzeuge seien von dem Vorfall nicht betroffen. Die Produktion laufe ohne Einschränkungen weiter.

Nach Angaben von Stadler fordert die Gruppe „Everest Group“ in einem Bekennerschreiben zehn Millionen Schweizer Franken Lösegeld. Das Unternehmen habe Strafanzeige bei der Kantonspolizei Thurgau erstattet. „Stadler zahlt unter keinen Umständen ein Lösegeld und ist somit nicht erpressbar“, machte der Hersteller deutlich.

EVN