Was passiert, wenn modernste Sensorik auf echte Zugüberfahrten trifft? In Donawitz wird anhand einer 54 Meter langen Versuchsanlage untersucht, wie sich die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit von Bahngleisen verbessern lassen. Das Projekt wurde mit einem Branchenpreis ausgezeichnet.
Wie sich Bahngleise unter realen Betriebsbedingungen verhalten, wird auf einem 54 Meter langen Testgleis auf dem Werksgelände in Donawitz in Österreich untersucht. Die Versuchsanlage wurde unter der Projektleitung von Timna Gschwandl entwickelt und mit Sensorik ausgestattet, um das Zusammenspiel der Komponenten im Gleisoberbau zu messen.
Die Anlage erfasst unter anderem Kräfte und Reaktionen an den Schnittstellen zwischen Rad, Schiene und Unterbau, wie das Unternehmen Voestalpine Railway Systems mitteilte. Die Messdaten sollen dazu beitragen, Oberbausysteme robuster und langlebiger zu gestalten sowie Instandhaltungsmaßnahmen besser zu planen. Neben Zugüberfahrten können auch Bahnbaumaschinen, darunter dynamische Gleisstabilisatoren, unter realen Bedingungen erprobt werden.
An der Entwicklung waren den Angaben zufolge auch Universitäten und Industriepartner beteiligt. Für ihre Leistung bei der Entwicklung und Umsetzung des Testgleises erhielt Projektleiterin Gschwandl den Bahnindustrie Award 2026. Die Jury habe insbesondere die technische Exzellenz, die Innovationskraft und die Führungsstärke sowie das Potenzial des Projekts für eine nachhaltigere Bahninfrastruktur gewürdigt, hieß es laut Mitteilung.

EVN
