Mehr elektrische Mobilität: Baden-Württemberg treibt die Umstellung dreier Bahnstrecken auf Akku-Züge voran. Geplant sind auch schnellere Verbindungen, barrierefreie Stationen und ein dichterer Takt. Bis zur Umsetzung stehen zunächst umfangreiche Planungen an.
Baden-Württemberg will ab Mitte der 2030er Jahre Akku-Züge auf der Tauberbahn, der südlichen Maintalbahn und der Madonnenlandbahn einsetzen. Wie das Land mitteilte, wurde dafür ein Planungsvertrag mit der DB RegioNetz Infrastruktur GmbH Westfrankenbahn und der DB Energie GmbH unterzeichnet. Das Land stellt rund 9,4 Millionen Euro für die Planung bereit.
Die ersten beiden Planungsschritte umfassen die Grundlagenermittlung und die Vorplanung, die bis 2029 abgeschlossen sein soll. Vorgesehen sind Oberleitungen auf rund 23 Kilometern der südlichen Tauberbahn; den übrigen Teil des rund 170 Kilometer umfassenden Streckennetzes sollen die Züge überwiegend mit Batterieantrieb befahren. Die genauen Abschnitte für die neue Oberleitung sollen im Zuge der Vorplanung festgelegt werden.
Parallel sind unter anderem abschnittsweise höhere Geschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern, neue Begegnungsbahnhöfe, elektronische Stellwerke und barrierefreie Stationen geplant.
Nach Abschluss der Maßnahmen sollen zwei Linien im Stundentakt verkehren. Zwischen Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim soll dadurch im Kern ein Halbstundentakt entstehen; auch am Wochenende ist ein größeres Zugangebot vorgesehen. Da die Strecken teilweise durch Bayern verlaufen, stimmen sich die beteiligten Länder bei dem Vorhaben ab.

EVN
