Neue Brücke: Belastungstest mit sechs Lokomotiven

Der Ausbau der Weststrecke in Österreich zwischen Linz und Wels hat zwei weitere Etappen erreicht: Eine neue Brücke über die A25 wurde getestet, zudem liegen fast fünf Kilometer neue Gleise. Ab Dezember sollen sie befahrbar sein.

Zwischen Marchtrenk und Wels haben die ÖBB im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Weststrecke knapp fünf Kilometer Gleis verlegt. Die Gleise sollen ab Dezember befahren werden können, wie die ÖBB mitteilten. Zudem sei die dritte neue Eisenbahnbrücke über die A25 am 31. Oktober einer Probebelastung unterzogen worden.

Auf der rund 3.500 Tonnen schweren und etwa 93 Meter langen Stabbogenbrücke seien dafür bis zu sechs Lokomotiven mit jeweils rund 80 Tonnen Gewicht gleichzeitig positioniert worden. Fachleute hätten Messdaten erfasst, um Verformungen des Tragwerks festzustellen und mit berechneten Werten zu vergleichen.

Die neue Brücke sei zunächst abseits der Strecke vormontiert und anschließend in ihre endgültige Position verschoben worden; eine Sperre der Weststrecke und Schienenersatzverkehr seien dadurch nicht nötig gewesen. Für den Gleisbau kam den Angaben zufolge zwischen Wels und Marchtrenk ein rund 500 Meter langer Schnellumbauzug zum Einsatz, der bis zu 175 Meter Gleis pro Stunde verlegte. Der Ausbauabschnitt ist rund 24 Kilometer lang und soll nach Angaben der ÖBB mehr Kapazität zwischen Linz und Wels schaffen.

Foto: ÖBB / Deopito

EVN