Bahn baut Strecke Emmerich–Oberhausen weiter aus

Auf der Verbindung Arnhem–Oberhausen müssen Reisende Mitte November umplanen: Wegen Bauarbeiten am Ausbau Emmerich–Oberhausen fallen Regionalzüge aus, im Fernverkehr nach Amsterdam verlängern sich Fahrzeiten.

Zwischen Arnhem und Oberhausen wird die Bahnstrecke vom 9. November (21.00 Uhr) bis zum 16. November (21.00 Uhr) vollständig gesperrt. Während der Sperrung sollen Bauteams Arbeiten an Gleisen, Weichen, Brücken, Bahnübergängen und Schallschutzwänden bündeln, teilte die Deutsche Bahn mit. Betroffen ist die rund 73 Kilometer lange Ausbaustrecke zwischen Emmerich und Oberhausen.

Im Nahverkehr entfallen Züge der Linien RE 5, RE 19, RE 44 und RE 49 auf Teilabschnitten; als Ersatz sollen Schnellbusse und Busse mit allen Halten fahren. Im Fernverkehr werden Züge in Richtung Amsterdam zwischen Köln und Utrecht umgeleitet, die Halte in Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen und Arnhem Centraal entfallen. Zusätzlich halten die Züge in Mönchengladbach und s-Hertogenbosch, die Fahrzeit verlängert sich laut Mitteilung um rund 30 Minuten.

Zu den geplanten Arbeiten gehören in Oberhausen unter anderem der Einbau eines neuen Brückenträgers an der Straßenüberführung Weierstraße und der Rückbau des Bahnübergangs Rosastraße. In Dinslaken und Voerde sind Arbeiten an Stationen, Schallschutzwänden und Bahnübergängen vorgesehen, in Wesel sollen Erd-, Kabeltiefbau- und Gründungsarbeiten erfolgen sowie das Gleis 2 am Bahnhof wieder in Betrieb gehen. In Hamminkeln-Mehrhoog, Rees-Haldern, Empel-Rees und Emmerich stehen nach Angaben der Bahn unter anderem Kampfmittelsondierungen, Kabeltiefbau, Leitungsumverlegungen, Vegetations- und Vermessungsarbeiten an.

Die Strecke Emmerich–Oberhausen ist Teil des europäischen Güterverkehrskorridors von Rotterdam nach Genua; durch den dreigleisigen Ausbau sollen nach Darstellung der Bahn Kapazität und Betriebsabläufe verbessert werden.

EVN