Sechs Hilfsbrücken an Hamburger Holstenstraße eingebaut

Schwere Stahlkonstruktionen, präzise Kranarbeit und ein wichtiger Schritt für den Hamburger S-Bahn-Verkehr: An der Holstenstraße sind sechs Hilfsbrücken eingebaut. Nun folgen die Arbeiten am Gleisoberbau, bevor die Verbindung nach Altona wieder regulär befahren werden kann.

An der Eisenbahnüberführung Holstenstraße in Hamburg ist der Einbau von sechs Hilfsbrücken abgeschlossen. Das letzte Brückenteil wurde am Samstagabend auf die vorbereiteten Widerlager gesetzt, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Für die Arbeiten war der S-Bahn-Verkehr von Freitag bis einschließlich Sonntag eingeschränkt beziehungsweise unterbrochen.

Die rund 30 Meter langen Brückenteile wiegen jeweils zwischen 50 und 80 Tonnen und wurden mit Schwertransporten aus Dessau-Roßlau und Konz nach Hamburg gebracht. Als Nächstes sollen die Bauteams Schienen und Schwellen verlegen, Schotter einbringen und die Stromschiene sowie die Leit- und Sicherungstechnik installieren.

Nach Angaben der Deutschen Bahn soll die S7 ab Betriebsbeginn am 2. November wieder von Altona über Sternschanze und Dammtor nach Bergedorf fahren. Die Verbindung zwischen Holstenstraße und Altona war seit dem Sommer 2025 für den S-Bahn-Verkehr gesperrt, nachdem bei turnusmäßigen Inspektionen Mängel an den Bauwerken aus den 1960er-Jahren festgestellt worden waren. Mit Abschluss der Bauarbeiten soll die Bergedorfer S-Bahn ab dem 13. Dezember auf ihren gewohnten Linienweg zurückkehren; dann sollen die entsprechenden Fahrten einheitlich als S2 verkehren.

EVN