In den neuen TINA-Straßenbahnen steckt auch Technik aus Gera. Die Unternehmen Electronicon und A. Latusek liefern Kondensatoren, Sitze und weitere Komponenten für die Fahrzeuge des Schweizer Herstellers Stadler.
Die neuen TINA-Straßenbahnen der GVB Verkehrs- und Betriebsgesellschaft Gera werden mit Technik und Ausstattung aus Gera ausgerüstet. Nach Angaben von Stadler liefern die Geraer Unternehmen Electronicon Kondensatoren und A. Latusek Fahrersitze, Fahrlehrerklappsitze sowie Anlehnhilfen. Insgesamt erhält die GVB neun Fahrzeuge des Typs TINA, drei davon seien bereits in Gera angekommen.
Electronicon fertige Leistungskondensatoren für die Straßenbahnen und produziere nach Unternehmensangaben nahezu vollständig am Standort Gera. Die Geschichte der Kondensatorenfertigung am Standort reicht laut Mitteilung bis 1938 zurück. A. Latusek ist den Angaben zufolge seit mehr als 30 Jahren im Bereich Polster- und Sattlerarbeiten sowie bei Sitzsystemen tätig und arbeitet europaweit als Servicepartner für Schienenfahrzeuge.
Die von beiden Unternehmen gelieferten Komponenten würden laut Stadler auch bei weiteren TINA-Projekten in Europa eingesetzt. Insgesamt seien rund 200 TINA-Straßenbahnen bestellt, mehr als 50 davon bereits im Fahrgasteinsatz. Stadler zufolge sollen weitere Fahrzeuge mit Technik und Ausstattung aus Gera in den kommenden Jahren ausgeliefert werden.
Die GVB und die Stadt Gera sehen in der Beteiligung der beiden Unternehmen einen Beitrag der regionalen Wirtschaft zum Straßenbahnprojekt. Die TINA-Fahrzeuge sollen unter anderem in Gera, Basel, Den Haag, Halle, Rostock, Görlitz und Zwickau eingesetzt werden.

EVN
