Neuer Cornberger Tunnel erreicht wichtigen Baufortschritt

Beim Bau des neuen Cornberger Tunnels zwischen Bebra und Sontra ist der Durchschlag erfolgt. Die 681 Meter lange Röhre soll Ende 2028 für den Zugverkehr auf der Strecke zwischen Frankfurt und Göttingen zur Verfügung stehen.

Beim Bau des neuen Cornberger Tunnels zwischen Bebra und Sontra ist nach rund fünf Monaten Vortriebsarbeiten der Durchschlag erfolgt. Nach Angaben der Deutschen Bahn habe das Tunnelbauteam dabei die 681 Meter lange Röhre vom östlichen bis zum westlichen Portal vorgetrieben. Der neue zweigleisige Tunnel soll Ende 2028 in Betrieb gehen und künftig von Zügen auf der Strecke zwischen Frankfurt und Göttingen genutzt werden.

Der Neubau verläuft parallel zum mehr als 150 Jahre alten Bestandstunnel, der zwischen 1872 und 1875 errichtet wurde. Wegen zahlreicher baulicher Schäden sei eine wirtschaftliche Sanierung des historischen Bauwerks nicht mehr möglich, teilte die DB mit. Der denkmalgeschützte Tunnel soll erhalten bleiben, während Gleise, Oberleitung und technische Ausrüstung zurückgebaut werden; anschließend soll die Röhre mit Ausbruchsmaterial des Neubaus verfüllt werden.

Bis Ende 2027 soll der Rohbau des neuen Tunnels fertiggestellt werden. Anschließend sind unter anderem der Einbau der wasserundurchlässigen Innenschale sowie ab 2028 die Installation von Schienen, Signalen, Oberleitung und Sicherheitstechnik vorgesehen. Für die Einbindung in die bestehende Strecke sollen außerdem Gleise und Weichen auf einer Länge von knapp vier Kilometern neu gebaut werden.

Im Zuge des Projekts will die DB zudem zwei Eisenbahnbrücken in Cornberg und Bebra-Rautenhausen erneuern. Die neue Brücke über die Kreisstraße in Cornberg soll dabei so verbreitert werden, dass sie künftig dreigleisig befahrbar ist. Beim Tunneldurchschlag wurde zudem eine Andacht zu Ehren der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute und Tunnelbauer, abgehalten.

EVN