Wo einst Züge rollten, lädt jetzt ein neuer Höhenweg im Leipziger Osten zum Flanieren ein. Was das Viadukt mit Bäumen, Bänken und Blick über die Stadt besonders macht.
Auf einem denkmalgeschützten Viadukt in Leipzig ist ein neues Freizeitgelände entstanden. Wo früher Züge fuhren, können Menschen schlendern, verweilen und den Leipziger Osten aus einer neuen Perspektive erleben, wie die Stadt mitteilte. An diesem Freitag will Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) die Anlage offiziell eröffnen.
Unter anderem wurden auf dem Höhenweg 58 Bäume gepflanzt. Dafür waren sie erst mit einem Kran auf das Viadukt gehoben und dann in speziell entwickelte Kübel gepflanzt worden. Zusammen mit rund 6.500 Stauden und Gräsern, 90 Sträuchern sowie Beleuchtung und Bänken ist aus der früheren Eisenbahnanlage im Leipziger Osten ein Weg zum Flanieren geworden.
Im Zuge des Neubaus des City-Tunnels und der Anpassung des Streckennetzes des Regionalverkehrs in und um Leipzig wurde ein Teil des östlichen Bahnbogens von der Deutschen Bahn stillgelegt. 2017 erstellte die Stadt auf Anregung von Bürgerinnen und Bürgern den Masterplan „Parkbogen Ost“, der aus ehemaligen Bahnanlagen ein grünes Aktivband als Ziel ausgab. Zunächst wurde bis 2021 das denkmalgeschützte Sellerhäuser Viadukt saniert.
Dann wurde die Vision eines acht Kilometer langen Bandes mit Fuß- und Radwegen sowie Aktivflächen umgesetzt. Das Kernstück dieses grünen Bandes ist der stillgelegte östliche S-Bahnbogen – der sogenannte Sellerhäuser Bogen – als verbindendes Element mehrerer Ortsteile im Leipziger Osten.

dpa
