Substanz gefunden – Umleitungsstrecke bei Magdeburg vorübergehend gesperrt

Nach der Sperrung der Strecke Hannover–Berlin kam es auch auf der Umleitung zu Einschränkungen. In den Gleisen hatten Bahnmitarbeiter eine weiße Substanz gefunden. Die Feuerwehr gab später Entwarnung.

Nur wenige Stunden nach dem Sperrbeginn auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin ist auch die Umleitungsstrecke über Magdeburg vorübergehend gesperrt worden. Grund dafür waren polizeiliche Maßnahmen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Die Fernzüge zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin über Hannover wurden deshalb für mehrere Stunden über Hamburg umgeleitet, hieß es. Die Fahrzeit verzögerte sich damit weiter.

Grund für die Sperrung sei die Untersuchung einer unbekannten weißen Substanz in den Gleisen am Magdeburger Bahnhof Neustadt gewesen, teilte die Feuerwehr mit. Diese sei von Bahnmitarbeitern bei Gleisarbeiten entdeckt worden. Um eine Gefahr auszuschließen, untersuchte die Feuerwehr das Material demnach. Es habe sich um eine ungefährliche Salzverbindung gehandelt, hieß es.

Nach rund dreistündiger Sperrung konnten die Züge am Nachmittag wieder auf der ursprünglichen Umleitungsstrecke über Braunschweig und Magdeburg fahren, teilte die Bahn mit. „Es standen weiterhin stündliche Verbindungen zur Verfügung. Nahverkehrszüge wurden an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten“, betonte der Konzern.

Die Schnellfahrstrecke zwischen Hannover und Berlin ist seit dem frühen Morgen gesperrt. Während der nächsten 14 Monate wird der Korridor umfassend saniert. Die Züge brauchen auf dem Abschnitt deshalb rund 80 Minuten länger. Das betrifft auch sämtliche Verbindungen zwischen Berlin und NRW.

dpa / EVN