Mit Klimatisierung, mehr Platz und digitalen Wartungssystemen soll die neue Zugflotte der Londoner Piccadilly Line den Nahverkehr verbessern. Siemens Mobility produziert den Großteil der insgesamt 94 bestellten Züge im britischen Goole. Der Betriebsstart ist ab Dezember geplant.
Der Zughersteller Siemens Mobility und Transport for London (TfL) haben kürzlich den neuen Zug „Inspiro London“ für die Piccadilly Line vorgestellt. Der Zug ist neunteilig und hat eine Länge von 113 Metern. Die Präsentation erfolgte Ende September im Rahmen der Fachmesse InnoTrans in Berlin.
Die neue Zugflotte soll den Fahrgastkomfort durch Klimatisierung, durchgängige Wagen, verbesserte Barrierefreiheit, Videoüberwachung und digitale Fahrgastinformationen erhöhen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Züge zudem die Kapazität um zehn Prozent steigern und 20 Prozent weniger Energie verbrauchen als die bisherige Flotte. Digitale Systeme sollen eine Übermittlung von Standort- und Zustandsdaten an die Depots ermöglichen und so eine vorausschauende Wartung unterstützen.
Die insgesamt 94 bei Siemens Mobility bestellten Züge werden zu 80 Prozent im britischen Goole Rail Village in East Yorkshire gefertigt. Der Zughersteller hat nach eigenen Angaben bis zu 240 Millionen Pfund in den Standort investiert. Die neuen Züge sollen zwischen Dezember 2026 und Juni 2027 den Betrieb aufnehmen.

EVN
