Warnstreiks in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein – Busverkehr betroffen

In Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein müssen sich Fahrgäste auf umfangreiche Ausfälle im Busverkehr einstellen. Verdi hat für Mittwoch und Donnerstag sowie in Teilen des Nordens für Dienstag und Mittwoch zu Warnstreiks aufgerufen.

+++ Baden-Württemberg: Verdi kündigt zweitägigen Warnstreik bei SWEG an +++

Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch und Donnerstag (9. und 10. September) zu einem zweitägigen Warnstreik bei mehreren Busbetrieben der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) aufgerufen. Betroffen sind unter anderem Standorte in Lahr, Offenburg, Kehl, Emmendingen, Weil am Rhein, Müllheim, Lauda, Wiesloch, Sinsheim und Gammertingen. Die SWEG rechnet mit zahlreichen Fahrtausfällen und empfiehlt Fahrgästen, auf andere Verbindungen auszuweichen oder Fahrten zu verschieben.

Hintergrund sind laut Verdi stockende Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem höhere Entgelte sowie einen Tarif-Sozialplan zum Schutz der Beschäftigten bei anstehenden Neuausschreibungen von Linienbündeln. Der SWEG-Standort Tübingen (Dußlingen) ist nach Unternehmensangaben nicht vom Warnstreik betroffen.

+++ Schleswig-Holstein: 48-Stunden-Warnstreik im Busverkehr +++

In Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster sind an diesem Dienstag und Mittwoch erhebliche Einschränkungen im Busverkehr zu erwarten. Verdi hat rund 1.800 Beschäftigte zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand begann mit den jeweiligen Frühschichten, teilweise bereits gegen 3 Uhr, und endet am Donnerstagmorgen. Auch Busverkehre im Kreis Plön sind betroffen.

Die Gewerkschaft fordert in der Tarifrunde eine Entgelterhöhung von 6,5 Prozent für alle Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Verdi-Mitglieder wird zudem eine jährliche Vorteilsregelung von 650 Euro gefordert. Die zweite Verhandlungsrunde im öffentlichen Nahverkehr war Anfang September ohne Ergebnis beendet worden.

EVN / dpa