Im niederländischen Rangierbahnhof Kijfhoek gelten vorübergehend Einschränkungen für Transporte und Tätigkeiten mit Gefahrgut. Ursache ist ein zu geringer Wasserdruck, durch den die Löschwasserversorgung derzeit nicht den geltenden Genehmigungsauflagen entspricht.
Im niederländischen Rangierbahnhof Kijfhoek gelten seit Sonntagabend Einschränkungen für verschiedene Tätigkeiten mit Gefahrgut. Laut Mitteilung des Infrastrukturbetreibers ProRail ist der Wasserdruck der Löschwasseranlage zu niedrig, sodass die geltenden Genehmigungsauflagen derzeit nicht erfüllt werden. Gefahrgutwagen dürfen deshalb in einem großen Teil des Rangierbahnhofs vorübergehend nicht länger als vier Stunden abgestellt werden, zudem gelten Einschränkungen für Rangierarbeiten und Lokomotivwechsel.
Die Ursache für den zu niedrigen Wasserdruck sei bislang nicht bekannt, hieß es. ProRail hat gemeinsam mit Fachleuten verschiedene Maßnahmen geprüft und am Montag unter anderem alternative Löschmethoden sowie die bestehende Anlage getestet. Bislang konnte den Angaben zufolge jedoch keine Lösung gefunden werden, die Löschwasserversorgung wieder vollständig an die Genehmigungsauflagen anzupassen. Die Untersuchungen und Tests sollen fortgesetzt werden.
Auswirkungen auf den Güterverkehr sollen nach Angaben von ProRail möglichst gering gehalten werden. Ein vollständiger Stillstand des Rangierbetriebs in Kijfhoek ist demnach nicht vorgesehen, die Möglichkeiten für Züge mit Gefahrgut bleiben allerdings vorerst eingeschränkt.

EVN
