Mehr Kapazität für den Schienenverkehr in der Wüste: Saudi Arabia Railways bestellt zehn zusätzliche Intercity-Züge beim Schweizer Zughersteller Stadler. Der Auftrag hat ein Volumen von mehr als 300 Millionen Franken.
Saudi Arabia Railways (SAR) hat beim Zughersteller Stadler zehn weitere Intercity-Züge bestellt und damit eine Option aus dem 2024 unterzeichneten Vertrag eingelöst. Wie Stadler laut Mitteilung bekannt gab, verdoppelt sich die Flotte der speziell für Saudi-Arabien entwickelten Fahrzeuge dadurch auf insgesamt 20 Züge. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als 300 Millionen Franken; zudem wird der bestehende Wartungsvertrag auf die zusätzlichen Fahrzeuge ausgeweitet.
Die rund 175 Meter langen Züge seien für extreme Hitze, Sand und hohe Anforderungen an die betriebliche Verfügbarkeit ausgelegt, teilte Stadler mit. Sie verfügten über zwei unabhängige Triebköpfe, redundant ausgelegte Systeme sowie spezielle Schutz- und Filtersysteme. Pro Zug sei Platz für rund 320 Fahrgäste vorgesehen; das Fahrzeugkonzept umfasse mehrere Komfortklassen und großzügige Gepäckbereiche.
Die Züge sollen auf der East-West-Linie von SAR eingesetzt werden und die Regionen Riad, Hofuf, Abqaiq und Dammam verbinden. Die zusätzlichen Fahrzeuge werden laut Stadler größtenteils in der Schweiz produziert, während die Wagenkästen für die Antriebswagen aus dem Werk im spanischen Valencia kommen. Die Fertigung soll unmittelbar an die Produktion der ersten Serie anschließen, die im April dieses Jahres begonnen habe.
Der kommerzielle Fahrgastbetrieb ist voraussichtlich für die zweite Jahreshälfte 2029 geplant. Stadler und SAR wollen den Zug zudem auf der InnoTrans 2028 in Berlin einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

EVN
