Am Dresdner Hauptbahnhof erreicht der Neubau des Kreuzungsbauwerks eine weitere Etappe: Die Westseite wird betoniert. Danach folgen Gleisarbeiten und mehrere Sperrungen, die den Bahnverkehr bis Ende November und Anfang Dezember beeinträchtigen.
Der Neubau des Kreuzungsbauwerks westlich des Dresdner Hauptbahnhofs kommt weiter voran. Nach Angaben der DB InfraGO wird seit Mittwochabend die Westseite der neuen Eisenbahnüberführung betoniert. Bis Ende der Woche sollten rund 1200 Kubikmeter Beton eingebracht werden. Das entspricht etwa 3000 Tonnen Material.
Das Bauwerk ist rund 120 Meter lang. Dutzende Beschäftigte arbeiten nach Bahnangaben rund um die Uhr an dem Abschnitt. Nach dem Aushärten des Betons und dem Abbau des Traggerüsts sollen neue Gleise für die Züge von Dresden Hauptbahnhof in Richtung Chemnitz verlegt werden. Die Fertigstellung dieses Bauabschnitts ist weiterhin für den 16. November geplant.
Für Fahrgäste bleiben die Einschränkungen jedoch bestehen. Wegen weiterer Arbeiten (unter anderem an der Nossener Brücke und in Freital) wird die Strecke Dresden–Tharandt vom 6. November (21 Uhr) bis 30. November (4 Uhr) voll gesperrt. Die S3 fällt in dieser Zeit aus; RE3 und RB30 verkehren zwischen Dresden und Tharandt ebenfalls nicht. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet.
Nach dem 30. November gilt vorübergehend wieder der reguläre Fahrplan. Vom 4. Dezember (22 Uhr) bis 7. Dezember (4 Uhr) folgt jedoch eine erneute Vollsperrung zwischen Dresden Hauptbahnhof und Freital-Potschappel, bei der ebenfalls Busse statt der Linien S3, RE3 und RB30 fahren.
Die Inbetriebnahme des gesamten Kreuzungsbauwerks ist für November 2027 geplant. Hier überqueren die Strecken aus Richtung Leipzig und Berlin die darunterliegende Sachsen-Franken-Magistrale in Richtung Chemnitz und weiter nach Hof und Nürnberg. Über die Gleise der Brücke fährt künftig der gesamte Fernverkehr und internationale Güterverkehr in und aus dem Elbtal sowie nach Leipzig und Berlin.

EVN
