Kurzmeldungen
Am Mittwoch ist es zu einem Widerstand gegen Bundespolizisten in einem Zug sowie zur Bedrohung eines Lokführers gekommen. Einen Tag zuvor kam es zudem im Bereich eines Bahnübergangs zu einem gefährlichen Vorfall.
+++ Ulm: Mann leistet Widerstand gegen Bundespolizei +++
Am Mittwoch gegen 16 Uhr leistete ein 33-Jähriger am Ulmer Hauptbahnhof körperlichen Widerstand gegen Einsatzkräfte. Zuvor war er bei einer Fahrscheinkontrolle in einem Fernzug von München nach Ulm ohne Ticket aufgefallen und hatte sich nicht ausweisen wollen. Er flüchtete in eine Zugtoilette und schloss sich ein. Nach dem Halt öffneten Bundespolizisten die Tür und brachten ihn aus dem Zug. Dabei wurden drei Beamte leicht verletzt. Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Da der Mann die Maßnahme mit seinem Handy gefilmt und die Aufnahmen mutmaßlich über die sozialen Medien gestreamt haben soll, wurde sein Smartphone als Beweismittel sichergestellt.
+++ Ellwangen: Lokführer bedroht und Reisenden beleidigt +++
Ein 35-Jähriger soll am Mittwoch am Bahnhof einen Lokführer bedroht und einen italienischen Reisenden rassistisch beleidigt haben. Der Mann sei wohl ausgerastet, weil die Bahnstrecke zwischen Jagstheim und Jagstzell wegen eines Polizeieinsatzes mehrere Stunden gesperrt war, wie es von den Beamten hieß. Eine Streife der Landespolizei traf den Tatverdächtigen noch am Ort an. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der Bedrohung und Beleidigung ermittelt.
+++ Zierenberg: Frau zwingt Zug zur Schnellbremsung +++
Am Dienstag gegen 15 Uhr überquerte eine unbekannte Frau einen mit einer Umlaufsperre gesicherten Fußgängerüberweg, ohne auf den Bahnverkehr zu achten. Der Lokführer einer Kurhessenbahn erkannte sie rechtzeitig, gab ein Warnsignal ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Ein Zusammenstoß konnte verhindert werden. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und sucht Zeugen.
EVN
