Auf wichtigen Wasserwegen ist die Lage für die Schifffahrt gerade angespannt. Auch die Bahn signalisiert, mehr Güterwagen-Transporte übernehmen zu können.
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Die Deutsche Bahn bietet angesichts des Niedrigwassers auf mehreren Flüssen Unterstützung mit zusätzlichen Gütertransporten über die Schiene an. Die Tochter DB Cargo könnte ad hoc rund 400 Güterwagen zusätzlich mobilisieren, sagte Vorstandschef Bernhard Osburg bei einem Treffen im Bundesverkehrsministerium, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.
In weiteren Schritten könnten demnach in den nächsten Monaten bis zu 500 weitere Güterwagen für ein langfristiges Vorhaltekonzept gegen Niedrigwasser bereitgestellt werden. Dessen Finanzierung wäre zu klären.
Osburg sagte den Informationen zufolge, DB Cargo könnte damit kurzfristig bis zu 100 Binnenschiffe ersetzen, langfristig mit einem Vorhaltekonzept rund 200 Schiffe. Er erläuterte: „Ein einziger Güterzug kann aufgrund höherer Umlaufgeschwindigkeit bis zu zehn Binnenschiffe ersetzen.“
Zusätzliche Trassen für Güterzüge
Wie das Bundesverkehrsministerium am Mittwoch mitteilte, stelle die DB InfraGO „im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten zusätzliche Trassen für den Güterverkehr auf der rheinparallelen Hauptachse“ bereit. „Gleichzeitig wird geprüft, ob Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen angepasst werden können.“
Auf dem Schienennetz der DB InfraGO würden täglich rund 4.500 Güterzüge verkehren, mehr als 220 Eisenbahnunternehmen seien dort unterwegs, heißt es von der Deutschen Bahn. Bei der DB InfraGO gebe es einen Sonderkoordinator Niedrigwasser, der besonders auf Nord-Süd-Verkehre entlang von Rhein und Elbe blicke und sie steuere. Güterverkehre würden derzeit auch über Umleitungen ermöglicht.
Sonntagsfahrverbot für Lkw aufgehoben
Mehrere Bundesländer haben bereits das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen ausgesetzt, um Transporte zumindest teilweise auf die Straße zu verlagern.

EVN / dpa
