Vossloh kauft australischen Schieneninspektions-Spezialisten

Der Bahntechnikkonzern Vossloh baut sein digitales Angebot aus und übernimmt die australische Rail Technology International. RTI entwickelt Systeme zur automatisierten Erkennung von Schädigungen an Schienen.

Vossloh übernimmt die australische Rail Technology International Pty Ltd (RTI) und erweitert damit sein Portfolio zur Zustandsbewertung von Schienen sowie seine Daten- und Analysekompetenz. Wie der Bahntechnikkonzern mitteilte, setzt RTI Ultraschall- und Wirbelstrommessungen ein, um innere und oberflächennahe Schädigungen an Schienen frühzeitig zu erkennen. Eine speziell entwickelte Software visualisiert und analysiert die dabei gewonnenen Daten.

Die Inspektionssysteme können auf Zweiwegefahrzeugen, Inspektionszügen und Prüfwagen eingesetzt werden. Dadurch soll die Datenerfassung auch während des laufenden Bahnbetriebs möglich sein und eine Grundlage für vorausschauende Instandhaltung schaffen.

Vossloh-Vorstandschef Oliver Schuster erklärte, die Technologien von RTI ergänzten das digitale Portfolio des Unternehmens. Zusammen mit der eigenen Instandhaltungskompetenz könnten künftig effizientere Lösungen für die vorausschauende Instandhaltung angeboten werden.

RTI hat seinen Sitz in Melbourne und wurde 1988 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeitende und ist international mit Inspektionssystemen und Dienstleistungen für die Schieneninfrastruktur tätig.

Die Übernahme ist nach Unternehmensangaben Teil der Digitalstrategie von Vossloh. Erst im August hatte der Konzern den auf LiDAR-Technologie spezialisierten Anbieter Cordel übernommen.

EVN