Mehr Kapazität, 160 km/h Höchstgeschwindigkeit und moderne Zugsicherung: Siemens Mobility hat den neuen ÖBB Railjet M auf der InnoTrans 2026 erstmals öffentlich präsentiert. Die Betriebsaufnahme der 31 bestellten Züge ist ab 2028 vorgesehen.
Mit dem neuen Railjet M hat Siemens Mobility auf der InnoTrans 2026 einen für den inneralpinen Fernverkehr der ÖBB entwickelten Elektrotriebzug vorgestellt. Der Zug basiert auf der Mireo-Plattform, ist rund 106 Meter lang und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Insgesamt haben die ÖBB auf Grundlage einer 2023 geschlossenen Rahmenvereinbarung 100 Elektrotriebfahrzeuge auf Mireo-Basis bestellt, darunter 31 Railjet-M-Einheiten. Ab 2028 sollen die Züge ihren Betrieb aufnehmen.
Ein Schwerpunkt der Entwicklung liegt laut Siemens auf hoher Verfügbarkeit und wirtschaftlicher Effizienz. Eine kontinuierliche Selbstdiagnose soll Wartungsbedarfe frühzeitig erkennen und Informationen über eine sichere Funkverbindung an Servicestützpunkte übermitteln. Die Züge verfügen zudem über das Zugsicherungssystem ETCS und gewichtsoptimierte Fahrwerke, die unter anderem mehr Platz im Innenraum schaffen sollen.
Der Railjet M bietet Platz für insgesamt 257 Fahrgäste, aufgeteilt auf 27 Sitzplätze in der 1. Klasse, 188 Sitzplätze in der 2. Klasse sowie 42 Klappsitze. Der Zug verfügt über Niederflureinstiege und Schiebetritte zur Spaltüberbrückung. Hinzu kommen großzügige Gepäckbereiche, 14 Fahrradstellplätze und Halterungen für bis zu 54 Paar Ski oder Snowboards. Eine Catering-Zone und eine Family-Zone ergänzen das Angebot. Für eine stabile Verbindung sorgen mobilfunkdurchlässige Fenster sowie ein WLAN-System mit Zugang zum Railnet-Portal der ÖBB.
Bereits im Frühjahr wurde der Zug laut Siemens im Klima-Wind-Kanal in Wien unter anderem Temperaturen von bis zu minus 25 Grad Celsius, simuliertem Schneefall und hohen Windgeschwindigkeiten ausgesetzt. Derzeit werden mit weiteren Zügen dieser Bauart umfassende Tests im Siemens-Testcenter Wegberg-Wildenrath durchgeführt.

EVN

