Ab Freitagmorgen steht die Saarbahn-Linie S1 schon wieder still. Warum noch immer kein Ende des Arbeitskampfes in Sicht ist und wie es für Fahrgäste weitergeht.
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat zum mittlerweile zehnten Streik in Folge bei der Saarbahn aufgerufen. Es ist der zweite Ausstand innerhalb dieser Woche. Beginnen soll der Streik am Freitag um 8 Uhr, der Betrieb der Saarbahn-Linie S1 zwischen Lebach und Saargemünd werde dann vollständig eingestellt, teilte die Saarbahn GmbH mit. Der Buslinienverkehr der Saarbahn sei nicht betroffen.
Zu dem Ausstand aufgerufen hatte die GDL nach eigenen Angaben genau 24 Stunden vor dem geplanten Streikbeginn. Die Saarbahn GmbH teilte mit, über einen Schienenersatzverkehr auf der Internetseite zu infomieren. Wie lange gestreikt wird, ist bislang unklar. „Wir werden ein Ende des Streiks rechtzeitig bekanntgeben“, so Nico Rebenack, Bezirksvorsitzender Süd-West der GDL.
Erst Anfang der Woche hatte ein zweitägiger Streik für den Ausfall der Linie S1 gesorgt. Dieser war am Mittwochmorgen vorläufig beendet worden. Die Tarifverhandlungen scheinen derzeit festgefahren. „Trotz zwischenzeitlicher Streikpausen liegt uns derzeit kein verhandlungsfähiges Angebot der Saarbahn vor“, so Rebenack. Sobald ein entsprechendes Angebot vorliege, würde man auch wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren.

dpa / EVN
