Niedrigwasser: Bund setzt auf mehr Güterverkehr über Straße und Schiene

Das anhaltende Niedrigwasser auf Rhein und anderen Binnengewässern soll durch eine stärkere Verlagerung von Gütern auf Straße und Schiene abgefedert werden. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger kündigte kurzfristige Maßnahmen an, die Deutsche Bahn stellt zusätzliche Kapazitäten bereit.

Angesichts des historischen Niedrigwassers auf wichtigen Wasserstraßen will Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) den Güterverkehr kurzfristig verstärkt auf Straße und Schiene verlagern. Geplant sind unter anderem zusätzliche Bahnkapazitäten sowie die Aussetzung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lkw.

Die Deutsche Bahn unterstützt nach eigenen Angaben bereits betroffene Industrieunternehmen. DB Cargo stehe hier im engen Austausch mit Kunden und wolle insbesondere entlang des Rheins zusätzliche Kapazitäten für den Transport von Kohle und anderen Gütern auf der Schiene organisieren, teilte der Bahnkonzern am Donnerstag mit. Gemeinsam mit Energieversorgern und der Industrie sollen weitere Transporte auf die Bahn verlagert werden.

Zur Koordinierung der Verkehre hat DB InfraGO einen Sonderkoordinator für Niedrigwasser eingesetzt. Das Unternehmen steuert täglich rund 4.500 Güterzüge von etwa 220 Eisenbahnverkehrsunternehmen und soll so die Versorgung von Industrie und Wirtschaft trotz der Einschränkungen auf den Wasserstraßen sichern.

EVN