Das Vergabeverfahren für den S-Bahn-Betrieb in und um München ab Ende 2034 ist gestartet. Geplant sind zunächst rund 23,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr und zusätzliche Leistungen mit der 2. Stammstrecke.
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat das europaweite Vergabeverfahren für den zweiten Münchner S-Bahn-Vertrag gestartet, wie sie mitteilte. Der Vertrag soll den Betrieb aller Linien ab Ende 2034 bis Ende 2041 regeln und umfasst zunächst rund 23,7 Millionen Zugkilometer jährlich.
Mit Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke, voraussichtlich ab Mitte oder Ende der 2030er Jahre, soll das Angebot ausgebaut werden; ein Leistungsänderungsrecht im Vertrag sei vorgesehen. Der Zuschlag ist laut BEG für 2029 geplant.
Gegenüber dem aktuellen Vertrag erhöht sich das Bestellvolumen demnach um knapp neun Prozent; Züge zwischen Ebersberg und Wasserburg werden integriert. Auf vielen Linien werde der 20-Minuten-Takt bis Mitternacht ausgeweitet, zudem sei bis etwa 2 Uhr ein 40-Minuten-Takt vorgesehen.
Ab Ende 2028 sollen schrittweise 90 Neufahrzeuge des Typs ET 1420 von Hersteller Siemens mit einer Länge von 202 Metern in den Einsatz kommen. Für den Betriebsstart 2034 tauschen S2 und S3 ihre östlichen Äste, was eine Taktverschiebung um zehn Minuten auf den Westästen nach Petershausen und Mammendorf nach sich zieht, wie es laut Mitteilung hieß.

EVN
