Zwischen Innsbruck und Mittenwald fahren Anfang Oktober Busse statt Züge. Wegen Wartungsarbeiten bleibt die Karwendelbahn für wenige Tage gesperrt.
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sperren die Karwendelbahn vom 3. bis 6. Oktober. Während der Sperre fahren zwischen Innsbruck Hauptbahnhof und dem Bahnhof Mittenwald Busse als Schienenersatzverkehr, teilte das Unternehmen mit. Die Anbindung des Bahnhofs Hochzirl wird per Kleinbus sichergestellt, wofür ein Umstieg an der „Abzweigung Hochzirl“ notwendig ist. Der Transport von Fahrrädern ist nur eingeschränkt möglich; die elektronische Fahrplanauskunft weist geeignete Verbindungen aus.
Den Angaben zufolge betreffen die Arbeiten den Abschnitt zwischen Innsbruck und der Staatsgrenze bei Scharnitz. Geplant sind Inspektionen der Oberleitungs- und Sicherungsanlagen. Unterbau, Stützmauern und Rohrdurchlässe werden überprüft und bei Bedarf instandgesetzt. Wo erforderlich, sollen einzelne Schienen getauscht werden; entlang der Gleise ist Grünschnitt vorgesehen.
Zudem sind Instandsetzungen an Eisenbahnkreuzungen am Bahnhof Seefeld und nahe der Haltestelle Gießenbach vorgesehen. Für Verkehrsteilnehmer seien keine wesentlichen Einschränkungen zu erwarten, es könne jedoch kurzfristige Behinderungen geben. Nachtarbeiten seien im Regelfall nicht geplant.
Hintergrund der Arbeiten sei das Alter der Bauwerke sowie die Beanspruchung durch Betrieb und Witterung, hieß es von den ÖBB laut Mitteilung. Die Karwendelbahn verbinde seit 114 Jahren das Seefelder Plateau mit dem Großraum Innsbruck; zwischen der Landeshauptstadt und der Grenze bei Scharnitz passierten Züge 35 Tunnel, Galerien, Brücken und Viadukte. Nach Abschluss der Maßnahmen soll die Strecke über die Wintermonate für den Bahnbetrieb gerüstet sein.

EVN
