Die Entscheidung über die Trassenentgelte 2027 sollte nach Ansicht des Bundesverbands SchienenNahverkehr wegen eines laufenden Klageverfahrens ausgesetzt werden. Der Verband warnt vor Angebotskürzungen im Regional- und S-Bahnverkehr infolge steigender Infrastrukturkosten.
Der Bundesverband SchienenNahverkehr (BSN) fordert die Bundesnetzagentur auf, die Entscheidung über die Trassenentgelte für 2027 vorerst auszusetzen. Hintergrund ist nach Angaben des Verbands ein laufendes Klageverfahren gegen den Trassenpreisbescheid für 2026. Die Bundesnetzagentur stellt demnach eine Bescheidung noch vor dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember in Aussicht.
BSN-Syndikusrechtsanwalt Dirk Gründler kritisierte das Berechnungsverfahren als intransparent und unausgewogen und warnte vor kurzfristig möglichen Angebotskürzungen im SPNV.
Verbandspräsident Peter Panitz erklärte, die angekündigte Steigerung der Trassenentgelte um 7,8 Prozent im Fahrplanjahr 2027 sei für Eisenbahnverkehrsunternehmen und Aufgabenträger nicht tragbar. Streichungen im Verkehrsangebot würden dadurch wahrscheinlicher und teilweise bereits vorbereitet.

EVN
