Stadler investiert rund 25 Millionen Franken in neue Werkstätten im kasachischen Astana. Dort sollen künftig erstmals in Zentralasien Aluminium-Wagenkästen für Schienenfahrzeuge hochautomatisiert geschweißt und lackiert werden.
Der Zughersteller Stadler baut seinen Produktionsstandort in der kasachischen Hauptstadt Astana aus und errichtet neue Werkstätten für das Schweißen und Lackieren von Aluminium-Wagenkästen. Nach Angaben des Unternehmens beläuft sich die Investition auf mehr als 14 Milliarden kasachische Tenge, umgerechnet rund 25 Millionen Franken (etwa 26,8 Millionen Euro). Damit soll in Zentralasien die erste hochautomatisierte Produktionsstätte für Aluminium-Wagenkästen von Schienenfahrzeugen entstehen.
Für die Inbetriebnahme stellt Stadler Kasachstan schrittweise zusätzliche Mitarbeiter ein. Lokale Fachkräfte werden zudem an Stadler-Standorten in Europa im Schweißen und Lackieren von Aluminium ausgebildet. Stadler Kasachstan beschäftigt derzeit rund 650 Mitarbeiter. Durch die neuen Werkstätten sollen etwa 100 weitere Arbeitsplätze entstehen.
Am Standort in Astana werden bereits zahlreiche Produktionsschritte umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die Herstellung elektrischer Ausrüstungen und Unterflurkomponenten, die Produktion von Drehgestellen sowie die Montage und Inbetriebnahme verschiedener Schienenfahrzeuge.
Mit dem Ausbau will Stadler die Wertschöpfung in Kasachstan erhöhen, das Produktangebot für den lokalen Markt und Exportprojekte erweitern und den Standort stärker in die globale Lieferkette integrieren.
Die Gesamtinvestitionen von Stadler in Kasachstan sollen sich im Zeitraum von 2023 bis 2031 auf mindestens 29,5 Milliarden Tenge belaufen. Das entspricht rund 53 Millionen Franken (etwa 56 Millionen Euro).

EVN
