Drei Vorfälle in München haben die Bundespolizei beschäftigt: Ein Mann greift nach einem unerlaubten Gleisaufenthalt einen Lokführer an. Am Ostbahnhof führt ein 20-Jähriger eine Anscheinswaffe mit sich. An der Donnersbergerbrücke hält sich ein Mann mit 3,09 Promille im Gleisbereich auf.
+++ München: 31-Jähriger attackiert Lokführer nach Gleisaufenthalt +++
Am Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr hat sich ein 31-jähriger Mann zwischen den S-Bahnhöfen Hirschgarten und Laim unbefugt im Gleisbereich aufgehalten. Ein Lokführer erkannte den Mann bei einer Rangierfahrt mit einem ICE, gab einen Achtungspfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Der Zug kam rechtzeitig zum Stehen. Nachdem der Mann gestürzt war, soll er den Lokführer beim Versuch der Kontaktaufnahme angegriffen haben. Der Bahnmitarbeiter wehrte den Angriff ab und hielt den Mann bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Der 31-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Ein Atemalkoholtest ergab 1,09 Promille, ein Drogenschnelltest schlug positiv an. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der Mann entlassen. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung.
+++ München: 20-Jähriger hantiert am Ostbahnhof mit Anscheinswaffe +++
Am Freitag gegen 0.30 Uhr haben Einsatzkräfte der Bundespolizei am Münchner Ostbahnhof einen 20-jährigen Mann und einen 17-Jährigen kontrolliert. Beide waren vermummt. Bei dem 20-Jährigen fanden die Beamten eine Anscheinswaffe, die er im Hosenbund trug. Eine spätere Sichtung von Videoaufnahmen ergab, dass er die Waffe zuvor im Zwischengeschoss einer unbekannten Personengruppe gezeigt hatte. Der Mann übergab die Anscheinswaffe freiwillig. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Bedrohung und des Führens einer Anscheinswaffe ermittelt. Der 17-Jährige, der als vermisst gemeldet war, wurde einer Jugendeinrichtung übergeben.
+++ München: Mann hält sich mit 3,09 Promille im Gleisbereich auf +++
Am Freitag gegen 1 Uhr hat sich ein 21-jähriger Mann am Bahnhof Donnersbergerbrücke wiederholt unbefugt im Gleisbereich aufgehalten. Bauarbeiter brachten ihn aus dem Gefahrenbereich und hielten ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Da er keine Ausweisdokumente bei sich hatte, wurde er zur Identitätsfeststellung zur Dienststelle gebracht. Ein Atemalkoholtest ergab 3,09 Promille, ein Drogenschnelltest schlug positiv an. Nach mehrstündiger Ausnüchterung konnte der Mann gegen 5 Uhr die Dienststelle verlassen. Die Bundespolizei leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des unbefugten Betretens der Bahnanlagen ein.
EVN
