Angesichts des Niedrigwassers und der damit verbundenen Verlagerung von Schiffsfracht fordert die Naturschutzorganisation BUND bessere Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr.
Die BUND-Kreisgruppe Straubing-Bogen fordert in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) eine stärkere Unterstützung des Schienengüterverkehrs. Anlass ist nach Angaben des Naturschutzverbandes die wegen des Niedrigwassers notwendige Verlagerung von Schiffsfracht auf Straße und Schiene.
Johann Meindorfer, stellvertretender Vorsitzender der BUND-Kreisgruppe Straubing-Bogen, kritisiert unter anderem den wirtschaftlichen Druck auf DB Cargo und den Rückzug des Unternehmens aus der Fläche sowie aus Einzelwagen- und Wagengruppenverkehren. Die Bundesregierung müsse sich auf nationaler und europäischer Ebene für bessere Rahmenbedingungen des Schienengüterverkehrs einsetzen, fordert die Kreisgruppe.
Darüber hinaus fordert der BUND ein ökologisch-soziales Finanz-, Abgaben- und Steuersystem, das Umwelt- und Folgekosten stärker den Verursachern anlastet. Energie- und Ressourcenverbrauch sowie überflüssige Transporte sollten dadurch teurer werden. Gleichzeitig sollten regional sinnvolle Produktion und der Einsatz der Bahn gefördert werden. Zudem müsse die Finanzierung der Schiene gegenüber den Straßenbauhaushalten stärker priorisiert werden.
Die genannten Maßnahmen versteht die BUND-Kreisgruppe als Grundlage für ein Verkehrskonzept, das über den Donauraum und Ostbayern hinausreicht.

EVN
