DB InfraGO koordiniert zusätzliche Güterverkehre wegen Niedrigwasser

Wegen des niedrigen Rheinpegels hat DB InfraGO zusätzliche Möglichkeiten für Güterverkehre auf der Schiene geschaffen. Eine zentrale Koordinatorin unterstützt Eisenbahnunternehmen bei der kurzfristigen Verlagerung von Transporten.

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DB InfraGO hat wegen des Niedrigwassers am Rhein eine zentrale Koordination für zusätzliche Güterverkehre auf der Schiene eingerichtet. Als übergeordnete Ansprechpartnerin für Eisenbahnverkehrsunternehmen und Zugangsberechtigte wurde Yvonne Bounin benannt, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte. Sie unterstützt bei der kurzfristigen Verlagerung von Transporten von der Wasserstraße auf die Schiene.

Verfügbare Trassen entlang des Rheins können nach Unternehmensangaben täglich über das Tool „Via Libera“ eingesehen und im regulären Verfahren bestellt werden. DB InfraGO weist auf den notwendigen zeitlichen Vorlauf bei der Trassenbestellung hin. Bereits gebuchte, aber nicht mehr benötigte Trassen sollten frühzeitig storniert werden, damit die Kapazitäten anderen Marktteilnehmern zur Verfügung stehen, hieß es.

Darüber hinaus prüft DB InfraGO laufend, ob Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen zeitlich angepasst werden können. Ziel ist es, zusätzliche Kapazitäten für den Güterverkehr bereitzustellen, soweit dies betrieblich und technisch vertretbar ist.

Bahn: Aktuell keine Einschränkungen für den Betrieb

Eine Bahnsprecherin hatte kürzlich auf Nachfrage gegenüber Bahnblogstelle mitgeteilt, dass die zusätzlichen Verkehre derzeit im Rahmen der bestehenden betrieblichen Prozesse organisiert würden. „Aktuell gibt es deshalb keine Einschränkungen für den Bahnbetrieb“, erklärte die Sprecherin in ihrer Antwort am Mittwoch. Nach Angaben der DB InfraGO sind täglich rund 50.000 Zugfahrten, davon rund 4.500 Güterzugfahrten auf dem deutschen Schienennetz unterwegs.

EVN