Zum 200-jährigen Jubiläum der amerikanischen Eisenbahn wird das traditionsreiche Eisenbahnmuseum in Baltimore für 38 Millionen US-Dollar erweitert. Es erhält einen neuen Namen, eine Innovation Hall und erstmals öffentlich zugängliche Teile seines historischen Archivs.
Das bisherige Baltimore & Ohio Railroad Museum in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland soll im Zuge der Vorbereitungen auf das 200-jährige Jubiläum der amerikanischen Eisenbahn 2027 in National Museum of Railroad History & Innovation umbenannt werden. „Die Namensänderung steht für das Versprechen, eine der großartigsten Geschichten des Landes im Transportwesen zu bewahren und gleichzeitig die Zukunft des Schienenverkehrs zu beleuchten“, erklärte Executive Director Kris Hoellen laut Mitteilung von Ende Juli. Nach Angaben des Museums wird die Einrichtung für rund 38 Millionen US-Dollar umfassend renoviert und erweitert.
Im Mittelpunkt steht die Restaurierung der South Car Works, einer historischen Eisenbahnreparaturwerkstatt, die Anfang 2027 wieder für Besucher geöffnet werden soll. Erstmals soll die Öffentlichkeit zudem Zugang zu Teilen des Eisenbahnarchivs mit mehr als 30 Millionen Dokumenten erhalten. Mit der neuen Innovation Hall sind interaktive Ausstellungen zu Themen wie Automatisierung, Nachhaltigkeit, Güter- und Personenverkehr sowie künftigen Technologien geplant.
Das rund 16 Hektar große Museumsgelände gilt als nationales historisches Denkmal und beherbergt nach eigenen Angaben eine umfangreiche Sammlung historischer Lokomotiven, Schienenfahrzeuge und mehr als 6.000 Eisenbahnartefakte. Zu den Exponaten zählt auch der American Freedom Train, eine Dampflokomotive von 1923, die 1975 und 1976 durch die 48 zusammenhängenden US-Bundesstaaten fuhr.

EVN
