Korridorsanierungen: Grüne kritisieren Bilgers Bahn-Konzept

Mit Skepsis reagieren die Grünen auf das neue Konzept von Verkehrsminister Bilger und der Bahn zur Korridorsanierung. Die verschobenen Sanierungen entlasteten zwar den Haushalt, brächten aber keine pünktlicheren Züge, kritisiert Bahnexperte Matthias Gastel.

Die Grünen sehen das neue Konzept von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und der Deutschen Bahn zur Korridorsanierung skeptisch. „Das neue Konzept ist zu kaum mehr geeignet, als den Bundeshaushalt zu entlasten. Pünktlicher werden die Züge auf weiterhin modernisierungsbedürftiger Infrastruktur nicht“, sagte der Grünen-Bahnexperte Matthias Gastel der Rheinischen Post (Samstagsausgabe).

Grund für die Verschiebung notwendiger Sanierungen sei vor allem, „dass die Koalition weniger in die Schiene investieren möchte, als dies dringend erforderlich ist.“ Das Hinausschieben zahlreicher Generalsanierungen bedeute „vielfach, dass schon zuvor unaufschiebbare Baumaßnahmen durchgeführt werden müssen“, so der Grünen-Politiker weiter. Dadurch seien mehr und insgesamt längere baubedingte Sperrungen nötig.

„Von zusätzlichen Überleitstellen, Überholgleisen und weiteren Maßnahmen für mehr Verlässlichkeit und Pünktlichkeit im Bahnverkehr ist nicht die Rede“, hob Gastel hervor.

dts Nachrichtenagentur / EVN