Für die Sanierung der Bahnstrecke am rechten Rhein setzt die Deutsche Bahn auf moderne Technologien. Drohnen, Georadar und mobile Scanner sollen die Planung deutlich beschleunigen und präziser machen.
Die Deutsche Bahn treibt die Vorbereitungen für die Korridorsanierung zwischen Troisdorf und Wiesbaden voran und setzt dabei auf digitale Vermessungstechnologien. Nach Unternehmensangaben kommen unter anderem Drohnen mit Laserscannern, Georadar sowie mobile Mapping-Systeme zum Einsatz, um die rund 160 Kilometer lange Strecke detailliert zu erfassen.
Ziel ist es, die Planung der Bauarbeiten zu beschleunigen und effizienter zu gestalten. Laut Bahn kann die Datenerfassung mit drohnengestützten Verfahren bis zu zehnmal schneller erfolgen als mit herkömmlichen Methoden. Gleichzeitig bleibt der Bahnbetrieb während der Vermessung weitgehend unbeeinträchtigt.
Die eingesetzten Technologien ermöglichen neben der Erfassung der Infrastruktur auch Einblicke in den Untergrund, etwa zur Lokalisierung von Leitungen oder Hohlräumen. Die gesammelten Daten werden zu dreidimensionalen Modellen zusammengeführt, die für Planung, Bauüberwachung und Dokumentation genutzt werden.
Die Bauarbeiten auf dem Korridor am rechten Rheinufer sollen am 10. Juli beginnen und zum 11. Dezember abgeschlossen werden. Die Deutsche Bahn sieht sich bei der Entwicklung und Anwendung solcher Technologien in einer Vorreiterrolle.
EVN
