„Quattro-Streife“ startet am Münchner Hauptbahnhof – Sicherheitskräfte bündeln Präsenz

Mehr sichtbare Sicherheit am Münchner Hauptbahnhof: Polizei, Bundespolizei, DB Sicherheit und U-Bahn-Wache setzen künftig auf gemeinsame „Quattro-Streifen“. München ist damit die erste Stadt in Bayern mit diesem Sicherheitskonzept.

Am Münchner Hauptbahnhof startet ein neues gemeinsames Sicherheitskonzept: Mit der sogenannten „Quattro-Streife“ wollen das Polizeipräsidium München, die Bundespolizei, die DB Sicherheit sowie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ihre Zusammenarbeit im Bereich des Hauptbahnhofs intensivieren. Nach Angaben der offensichtlichen ist München die erste Stadt in Bayern, in der dieses Modell umgesetzt wird. In anderen deutschen Städten waren vergleichbare Konzepte bereits im Einsatz.

Die gemeinsamen Streifen setzen sich aus Einsatzkräften der Landes- und Bundespolizei sowie Mitarbeitenden der DB Sicherheit und der Münchner U-Bahn-Wache zusammen. Sie sollen zusätzlich zu den bestehenden Sicherheitsmaßnahmen am Hauptbahnhof unterwegs sein. Ziel sei es, die Sicherheitslage rund um den Bahnhof nachhaltig zu verbessern, Straftaten und Ordnungsstörungen schneller zu begegnen sowie das subjektive Sicherheitsgefühl von Reisenden und Besuchern zu stärken.

Der Münchner Hauptbahnhof zählt mit bis zu 450.000 Reisenden und Gästen täglich zu den wichtigsten Verkehrsdrehkreuzen Deutschlands. Die hohe Frequentierung und die unterschiedlichen Nutzungsformen erfordern nach Angaben der Behörden eine enge Abstimmung zwischen den Sicherheitsakteuren. Durch den unmittelbaren Informationsaustausch innerhalb der gemischten Teams sollen Einsatzlagen schneller bewertet und Maßnahmen koordinierter umgesetzt werden.

Die Einführung der Quattro-Streifen ist Teil des Sofortprogramms der DB InfraGO für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen. Vertreter aller beteiligten Institutionen unterzeichneten die entsprechende Kooperationsvereinbarung an diesem Dienstag am Münchner Hauptbahnhof.

Nach Angaben der Bundespolizei habe man mit ähnlichen Modellen bereits positive Erfahrungen in Städten wie Hamburg und Leipzig gemacht. Die Verantwortlichen betonen, dass die sichtbare Präsenz vor Ort insbesondere das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum stärken und die Ansprechbarkeit der Sicherheitskräfte verbessern soll.

Foto: EVN

EVN