Siemens Mobility erhält Auftrag für zwölf Wasserstoffzüge in Rumänien. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung des regionalen Schienenverkehrs in Osteuropa.
Der Zughersteller Siemens Mobility hat von der rumänischen Eisenbahnreformbehörde Autoritatea pentru Reformă Feroviară (ARF) den Auftrag zur Lieferung von zwölf wasserstoffbetriebenen Regionalzügen des Typs Mireo Plus H erhalten. Es handelt sich nach Unternehmensangaben um den ersten Vertrag für Wasserstoffzüge in Rumänien.
Die Züge basieren auf der Mireo-Plattform und sollen ab 2029 im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden. Sie verfügen über einen Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb in Kombination mit Batteriespeichern, wodurch ein lokal emissionsfreier Betrieb insbesondere auf nicht elektrifizierten Strecken ermöglicht wird.
Der Auftrag umfasst neben der Lieferung der Fahrzeuge auch einen Instandhaltungsvertrag mit einer Laufzeit von zunächst 15 Jahren. Die Wartung soll vor Ort erfolgen und durch digitale Systeme unterstützt werden. Zudem ist der Bau eines Wartungsdepots in Bukarest geplant.
Die Fahrzeuge bieten Platz für über 130 Fahrgäste und sind für den Regionalverkehr mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h ausgelegt. Mit dem Einsatz der Wasserstoffzüge sollen dieselbetriebene Fahrzeuge ersetzt und Emissionen sowie Lärmbelastung reduziert werden.
Das Projekt gilt als wichtiger Schritt zur Modernisierung des rumänischen Bahnverkehrs und zur Umsetzung von Klimazielen im Verkehrssektor.
EVN
