Eine neue Anlage soll die Wartung kompletter Zugverbände deutlich vereinfachen: Amtrak hat vor wenigen Tagen in Seattle ein 250 Millionen US-Dollar teures Wartungs- und Inspektionszentrum eröffnet. Das Projekt wurde früher fertig und deutlich günstiger.
Amtrak hat Ende Oktober in Seattle im US-Bundesstaat Washington eine neue Wartungs- und Inspektionsanlage für Personenzüge eröffnet. Wie das Unternehmen kürzlich mitteilte, belaufen sich die Projektkosten auf etwa 250 Millionen US-Dollar. Damit sei die Anlage rund 50 Millionen Dollar unter dem vorgesehenen Budget und termingerecht fertiggestellt worden.
Das knapp 100.000 Quadratfuß große Gebäude verfügt über drei Gleise und ist darauf ausgelegt, komplette Zugverbände zu inspizieren, zu warten und umfangreichere Instandhaltungsarbeiten unter einem Dach durchzuführen. Die Anlage soll insbesondere die neuen Airo-Züge betriebsfähig halten, die auf der Strecke Amtrak Cascades im Einsatz sind. Nach Angaben von Amtrak sollen durch die Wartung ganzer Zugverbände Abläufe vereinfacht und Standzeiten reduziert werden. Die Inbetriebnahme soll schrittweise bis Jahresende erfolgen.
Zum Projekt gehören außerdem ein zweigeschossiges Parkdeck mit rund 39.000 Quadratfuß Fläche sowie überdachte Lagermöglichkeiten für Wartungsmaterial. Laut Amtrak waren mehr als 40 Subunternehmen am Bau beteiligt. Die Anlage ist Teil eines landesweiten Investitionsprogramms, mit dem Amtrak seine Wartungsinfrastruktur für bestehende und künftige Zugflotten modernisieren will.

EVN
