Mit Plasser Diagnostics führt die Plasser & Theurer Group ihre Kompetenzen für Messung, Prüfung und Inspektion von Bahninfrastruktur zusammen. Die neue Einheit soll Zustandsdaten bündeln und daraus Grundlagen für eine gezieltere Instandhaltungsplanung schaffen.
Die Plasser & Theurer Group bündelt ihre Kompetenzen für die Fahrwegdiagnostik künftig unter der Bezeichnung Plasser Diagnostics. Der österreichische Bahntechnikhersteller teilte kürzlich mit, dass dort Mess- und Prüftechnologien, Inspektionsleistungen sowie Datenlösungen zusammengeführt werden sollen.
Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Angebot einzelne Mess- und Prüfsysteme, Ausrüstungslösungen für Messfahrzeuge, integrierte Inspektionsfahrzeuge sowie Dienstleistungen und Datenlösungen. Zum Portfolio gehörten unter anderem die Messung von Gleisgeometrie und Gleislage, Weichenvermessungen unter Last und dynamischen Kräften, Video- und Radartechnologien sowie die zerstörungsfreie Ultraschallprüfung von Schienen.
Die Systeme könnten je nach Anwendung und Fahrzeugkonfiguration den Infrastrukturzustand bei Geschwindigkeiten von 0 bis über 300 km/h erfassen. Die dabei gewonnenen Informationen aus verschiedenen Mess-, Prüf- und Inspektionssystemen würden zusammengeführt und korreliert, um Veränderungen und Verschleißentwicklungen zu erkennen und die Planung von Instandhaltungsmaßnahmen zu unterstützen.
Plasser & Theurer zufolge sollen Echtzeitauswertungen und KI-gestützte Erkennung relevante Informationen bereits während einer Messfahrt verfügbar machen. Dadurch könne der Zustand der Infrastruktur schneller bewertet und möglicher Instandhaltungsbedarf früher erkannt werden.
Eine weitere Rolle spielt laut dem Unternehmen die Verbindung mit der weltweit eingesetzten Maschinenflotte von Plasser & Theurer. Mit entsprechender Ausrüstung könnten auch Instandhaltungsmaschinen als zusätzliche Datenquellen dienen und damit häufigere Aktualisierungen von Zustandsdaten für eine vorausschauende Instandhaltung ermöglichen.

EVN
