Saarbahn: S1 fährt auch bei Streik zwischen Saargemünd und Lebach

Der Nahverkehrsbetreiber in der Region Saarbrücken erweitert sein streikunabhängiges Ersatzkonzept für die Linie S1. Ab Montag soll die Strecke zwischen Saargemünd und Lebach in den Hauptverkehrszeiten durchgehend abgedeckt werden.

Die Saarbahn erweitert ihr streikunabhängiges Ersatzkonzept für die Linie S1 und will damit auch den nördlichen Streckenabschnitt bis Lebach bei einem Streik der Lokführergewerkschaft GDL bedienen. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die S1 ab kommender Woche montags bis freitags in den Hauptverkehrszeiten sowohl zwischen Saargemünd und Riegelsberg Süd als auch zwischen Riegelsberg Süd und Lebach verkehren. Damit werde nun die gesamte Strecke der Linie im Rahmen des Ersatzkonzepts planungssicher abgedeckt, hieß es.

Bisher endete das streikunabhängige Angebot in Riegelsberg Süd, sodass Fahrgäste aus Richtung Saargemünd und Lebach dort umsteigen mussten. Die zusätzlichen Fahrten übernehmen zehn TramTrain-Fahrer aus Verwaltung, Leitstelle und Fahrschule, die nach Angaben der Saarbahn nicht der GDL angehören.

Der Schienenersatzverkehr mit zusätzlichen Bussen bleibt weiterhin an allen sieben Wochentagen bestehen. Sofern kein Streik stattfindet, soll der reguläre S1-Betrieb unter der Woche ab dem frühen Abend schrittweise wieder aufgenommen werden.

Nach Angaben der Saarbahn sollen zwei weitere Saarbahnen zudem im Probefahrgastbetrieb zwischen Römerkastell und Etzenhofen eingesetzt werden, sofern nicht gestreikt wird. Die Ergänzungsfahrten zwischen Riegelsberg Süd und Lebach bleiben ebenfalls bestehen.

Saarbahn-Geschäftsführer Karsten Nagel erklärte, das Angebot solle insbesondere Schülern und Berufspendlern auch bei einem Streik eine verlässliche Planungssicherheit geben.

EVN