Auf der vielbefahrenen Bösebrücke im Berliner Norden verliert ein Mann die Kontrolle über sein Auto. Es kommt zu Unterbrechungen im S-Bahn- und Straßenbahnverkehr.
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Bei einem tödlichen Unfall im Berliner Norden ist ein Auto von einer Brücke in den Gleisbereich des S-Bahnhofs Bornholmer Straße gestürzt. Der Fahrer starb trotz Wiederbelebungsversuchen der Rettungskräfte noch vor Ort, wie die Polizei mitteilte.
Das Auto war in der Nacht über das Geländer der bekannten Bösebrücke zwischen den Stadtteilen Gesundbrunnen und Prenzlauer Berg hinausgeschossen und auf ein Gleis gefallen. Zuvor hatte der Fahrer aus noch ungeklärten Gründen die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. In der Folge stieß das Auto gegen zwei Poller und den Fahrbahnrand – und wurde dann über das Brückengeländer geschleudert.
Der Mann war nach Angaben der Feuerwehr in dem Fahrzeug eingeschlossen und musste befreit werden. Mehr als 30 Feuerwehrleute waren vor Ort. Weitere Angaben zur Identität des Mannes machte ein Polizeisprecher zunächst nicht.
Die Bornholmer Straße wurde nach dem Unfall zwischen Jülicher Straße und Malmöer Straße gesperrt. Der S-Bahn- und Straßenbahnverkehr auf der vielbefahrenen Strecke unter- und oberhalb der Brücke war bis zum Samstagmorgen unterbrochen.
Die Behinderungen dauerten am Tag wegen der Bergungsarbeiten an und betrafen Straßenbahnen sowie den S-Bahn-Verkehr. Die Züge der Linien S2, S8 und S85 hielten in beide Richtungen nicht an der Station Bornholmer Straße. Die Linie S26 fuhr nicht. Zwischen Gesundbrunnen und Wollankstraße besteht Ersatzverkehr mit Bussen, wie die S-Bahn mitteilte.
Polizisten sicherten bis zum Morgen an der Unfallstelle Spuren, um zu klären, wie es zu dem Unfall kam. Wie lange die Bergungsarbeiten andauern würden, war zunächst unklar.

dpa / EVN
