In Haltern am See beginnen Vorbereitungen für die Modernisierung des Bahnhofsgebäudes. In Maintal schafft die Deutsche Bahn mit Rodungen Platz für die Nordmainische S-Bahn. In München hat die Tunnelbohrmaschine „Donna Maria“ ihre Arbeiten für die zweite Stammstrecke aufgenommen.
+++ Haltern am See: Vorbereitungen für Bahnhofssanierung beginnen +++
Die Stadt Haltern am See und die DB InfraGO treiben die Modernisierung des Empfangsgebäudes am Bahnhof voran. Nach Angaben der Beteiligten wurden die erforderlichen Planungsleistungen ausgeschrieben und beauftragt. Seit Anfang September 2026 laufen zudem vorbereitende Entkernungsarbeiten und Untersuchungen der Bausubstanz. Bis voraussichtlich Ende 2026 sollen Container rechts und links des Gebäudes stehen. Die Empfangshalle und die Bäckerei bleiben während der Arbeiten geöffnet. Das geplante Konzept sieht unter anderem Räume für Vereine und Initiativen vor. Der konkrete Beginn der Sanierungs- und Umbauarbeiten soll später bekannt gegeben werden.
+++ Maintal: Rodungsarbeiten für Nordmainische S-Bahn starten +++
Die Deutsche Bahn will ab dem 5. Oktober mit Rodungsarbeiten entlang der bestehenden Bahnstrecke in Maintal beginnen. Zwischen dem Bahnhof Maintal West und dem Bahnübergang Buchenheege sollen auf rund 4,5 Kilometern Gehölze und Bäume zurückgeschnitten werden. Die Arbeiten schaffen Platz für zwei zusätzliche S-Bahn-Gleise sowie für Bauwege und Baustellenlogistik. Am Bahnübergang Buchenheege sind größere Rodungen vorgesehen, da dort eine neue Fuß- und Radüberführung entstehen soll. Nach Angaben der Bahn sind umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen geplant, darunter die Pflanzung von rund 3.750 Bäumen und Sträuchern, neue Waldflächen auf etwa 2,5 Hektar und sieben Ersatzhabitate für Eidechsen. Die Nordmainische S-Bahn soll künftig in den Hauptverkehrszeiten im 15-Minuten-Takt zwischen Frankfurt und Hanau verkehren.
+++ München: Tunnelbohrmaschine „Donna Maria“ startet Vortrieb +++
In München hat die 178 Meter lange Tunnelbohrmaschine „Donna Maria“ mit dem Bau eines Erkundungs- und Rettungsstollens für die zweite Stammstrecke begonnen. Die Maschine soll sich über rund drei Kilometer und in bis zu 40 Metern Tiefe vom westlichen Tunnelportal nahe der Donnersbergerbrücke bis zum Marienhof vorarbeiten. Der Vortrieb wird voraussichtlich etwa ein Jahr dauern. Pro Tag sind nach Bahnangaben durchschnittlich rund acht Meter vorgesehen. Dabei sollen etwa 150.000 Tonnen Erd- und Gesteinsmaterial anfallen. Der Stollen soll später als Rettungsweg zwischen den beiden künftigen S-Bahn-Tunnelröhren dienen. Für den Bau der zweiten Stammstrecke sind insgesamt sechs Tunnelbohrmaschinen vorgesehen.

EVN
