Pommes verschwinden von der Speisekarte im ICE: Die Deutsche Bahn nimmt sie dauerhaft aus dem Angebot im Bordrestaurant der Fernzüge. Hintergrund ist eine Umstellung der Kühltechnik, die weitere Änderungen im Gastronomieangebot nach sich zieht.
Die Deutsche Bahn hat Pommes frites aus dem Sortiment ihrer Bordrestaurants im Fernverkehr gestrichen. Wie mehrere Medien berichten, werden die beliebten Beilagen seit Anfang Juni nicht mehr in den ICE-Zügen angeboten. Stattdessen setzt die Bahn künftig auf Kartoffelwedges als Alternative.
Offiziell begründet die Bahn die Änderung mit einer Überarbeitung der Speisekarte. Neue Produkte sollten den Fahrgästen mehr Abwechslung bieten und das gastronomische Angebot erweitern. Medienberichten zufolge liegt der eigentliche Grund jedoch in einer technischen Umstellung der Bordgastronomie. Demnach schafft die Bahn die Tiefkühleinheiten in den Speisewagen schrittweise ab und ersetzt sie durch herkömmliche Kühlsysteme. Zuvor hatten der Münchner Merkur und die Frankfurter Allgemeine Zeitung darüber berichtet.
Nach Angaben des Unternehmens soll die Bordgastronomie durch die Änderung zuverlässiger und weniger komplex werden. Die vereinfachte Lagerung und Logistik soll insbesondere die Verfügbarkeit von Speisen und Getränken verbessern. Da Pommes frites tiefgekühlt gelagert werden müssen, entfallen sie mit der neuen Kühlstruktur aus dem Sortiment.
Von der Umstellung sind offenbar auch weitere Produkte betroffen. Den Berichten zufolge sollen auch Eiswürfel sowie Speiseeis aus dem Angebot verschwinden. Andere bisher tiefgekühlte Produkte sollen laut Bahn dagegen weiterhin verfügbar bleiben, sofern deren Lagerung künftig ohne Tiefkühlung möglich ist.
Zusätzlich wurde auch die vegane Currywurst aus dem Sortiment genommen. Die Bahn erklärte laut Berichten diese Entscheidung im Rahmen einer regulären Sortimentsüberprüfung, nachdem die Nachfrage nach dem Produkt zurückgegangen war.
EVN
