Christoph Kraller wird neuer DB-Konzernbevollmächtigter für Bayern

Christoph Kraller übernimmt die Funktion des Konzernbevollmächtigten für Bayern und wird zentraler Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft und Verbände. Der langjährige Bahnmanager übernimmt die Schlüsselrolle im Freistaat ab Juli und folgt auf Heiko Büttner.

Die Deutsche Bahn hat einen Führungswechsel an ihrer Spitze im Freistaat Bayern bekanntgegeben. Christoph Kraller übernimmt ab Juli die Funktion des Konzernbevollmächtigten für Bayern und folgt damit auf Heiko Büttner, der im April als Vorsitzender der Geschäftsführung zur S-Bahn Berlin gewechselt war.

Mit Kraller übernimmt ein langjähriger Bahnmanager die Schlüsselrolle der DB im Freistaat. Der 57-Jährige begann 1990 seine Laufbahn bei der damaligen Bundesbahn und bekleidete seither verschiedene Positionen in den Bereichen Betriebsleitung, Controlling, Infrastruktur und Vertrieb. Besondere Bekanntheit erlangte Kraller als Leiter der Südostbayernbahn, deren Geschäftsleitung er ab 2001 als Sprecher verantwortete. Dort war er insbesondere für den Verkehrsbetrieb und die Infrastruktur im Raum Mühldorf zuständig. Von 2020 bis 2024 leitete Kraller zudem die bundesweiten Gesellschaften DB RegioNetz Verkehrs GmbH und DB RegioNetz Infrastruktur GmbH.

Zuletzt war Kraller in verantwortlicher Position bei Großprojekten der Bahn in München tätig, darunter die kaufmännische Gesamtprojektleitung für die zweite Stammstrecke sowie den Neubau des Münchner Hauptbahnhofs. In seiner neuen Funktion soll er die Deutsche Bahn in Bayern umfassend vertreten und als zentraler Ansprechpartner für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbände fungieren.

Die Aufgabe fällt in eine Phase umfangreicher Investitionen in die bayerische Schieneninfrastruktur. Nach Angaben der Bahn werden allein im Jahr 2026 rund 500 Kilometer Gleise und mehr als 200 Weichen im Freistaat erneuert. Parallel laufen Großprojekte wie die Korridorsanierungen in Nord- und Ostbayern sowie der Ausbau zentraler Verkehrsknoten in München.

Kraller kündigte an, den Austausch mit regionalen Akteuren und politischen Entscheidungsträgern fortzuführen und sich für eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur als Rückgrat einer klimafreundlichen Mobilität einzusetzen.

EVN