Bayerische Regiobahn klagt wegen Deutschlandticket gegen Freistaat Bayern

Wegen millionenschwerer Verluste durch das Deutschlandticket fordert die Bayerische Regiobahn höhere Ausgleichszahlungen vom Freistaat Bayern. Eine gerichtliche Entscheidung steht noch aus.

Die Bayerische Regiobahn (BRB) klagt gegen den Freistaat Bayern wegen aus ihrer Sicht unzureichender Ausgleichszahlungen für das Deutschlandticket. Vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht machte das Unternehmen laut einem Bericht des Münchner Merkur Verluste in Höhe von 16,4 Millionen Euro für das Jahr 2024 geltend.

Kritik richtet sich insbesondere gegen die Berechnung sogenannter Verkehrsmengeneffekte durch das bayerische Verkehrsministerium. Während der Freistaat mit einem Fahrgastzuwachs von 2,6 Prozent kalkuliert habe, verzeichnete die BRB demnach je nach Strecke Zuwächse von teils sieben oder gar 14 Prozent. Dadurch seien die Ausgleichszahlungen aus Sicht des Unternehmens zu niedrig angesetzt worden. Auch für 2025 wurde bereits Klage eingereicht, für das laufende Jahr kündigte die BRB dem Bericht zufolge weitere rechtliche Schritte an.

Eine Einigung zwischen beiden Seiten wurde zunächst nicht erzielt; eine weitere Verhandlung ist für den Herbst geplant.

EVN