Das private Eisenbahnunternehmen ODEG will seine Dieselzüge auf Strecken ohne Oberleitung durch Batteriefahrzeuge ersetzen. Für ihre Wartung sind die bisherigen Werkstätten nicht geeignet.
Die neuen Batteriezüge der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) sollen in Parchim gewartet werden. Dazu werde die Werkstatt dort für 18 Millionen Euro ausgebaut, teilte das private Eisenbahnunternehmen mit.
Unter anderem soll eine Ladeinfrastruktur aufgebaut werden, mit der zwei Fahrzeuge zwischen den Fahrten in der Werkstatt geladen und sechs weitere abgestellte Fahrzeuge versorgt werden können. Auch eine neue Waschhalle ist den Angaben zufolge geplant. Das Land Mecklenburg-Vorpommern steuert 10,6 Millionen Euro zu den Investitionskosten bei, der Bund 1,2 Millionen Euro, wie es hieß.
14 Batteriezüge ab Ende 2027
Ab Ende 2027 will die ODEG 14 Batterie-Fahrzeuge vom Typ FLIRT Akku des Schweizer Herstellers Stadler schrittweise in Betrieb nehmen. Sie sollen den bisherigen Dieselbetrieb ersetzen und auf Strecken fahren, die zumindest abschnittsweise nicht elektrifiziert sind. Ist eine Oberleitung vorhanden, können die Züge aufgeladen werden und auf dem nichtelektrifizierten Abschnitt mit Strom aus der Batterie fahren.
Die ODEG ist 2002 in Parchim gegründet worden. Heute sei sie laut Geschäftsführer Stefan Neubert die größte private Eisenbahn im Osten Deutschlands.
EVN / dpa
