Ein Regionalzug mit rund 180 Passagieren entgleist – doch auch Stunden später ist noch immer unklar, wie genau es dazu kommen konnte. Ein Augenzeuge schildert die dramatischen Sekunden.
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Nach einem Zugunglück mit mehr als 40 Verletzten im Nordwesten Frankreichs dauern die Ermittlungen zur Ursache an. Auch am Morgen danach gab es weiterhin keine gesicherten Angaben dazu, wie der Regionalzug mit rund 180 Passagieren auf der Strecke zwischen Rouen und Caen entgleisen konnte. Über den Gesundheitszustand einer schwer verletzten 18-Jährigen wurden zunächst ebenfalls keine neuen Informationen bekannt.
Laut dem Fernsehsender BFMTV wird vermutet, dass der Zug am Freitagabend gegen 19.30 Uhr mit einem bislang unbekannten Gegenstand kollidierte, woraufhin fünf Waggons aus den Schienen sprangen und einer davon umkippte.
Plötzlich flogen Koffer durch die Luft
Ein Passagier schilderte dem Sender die dramatischen Sekunden vor und nach dem Unfall: Erst habe es sich angefühlt wie eine Notbremsung, dann sei der Zug durchgerüttelt worden, weil er nicht mehr auf dem Gleis fuhr, sondern über Schotter rumpelte. „Unser Fenster ist geborsten, Qualm stieg auf und Koffer flogen umher“, berichtete der Mann namens Vincent. „Dann haben wir den anderen Waggon an unserem Fenster vorbeirauschen sehen.“ Nach dem Unfall waren die Passagiere nach seinen Worten zunächst auf sich allein gestellt und brachen eine Tür auf, da kein Zugpersonal zu sehen gewesen sei.
Die Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot zum Unfallort aus. Mehr als 130 Feuerwehrleute, 50 Polizisten und 80 Fahrzeuge seien im Einsatz gewesen, hieß es in französischen Medienberichten.

dpa / EVN
