Chemnitz: Umbaupläne für Leipziger Straße werden konkret

Für die Leipziger Straße in Chemnitz liegt eine Vorzugsvariante zur Neugestaltung vor. Sie ist Teil von Stufe 4 des Chemnitzer Modells und betrifft den Planfeststellungsabschnitt 2.

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS), die Stadt Chemnitz und die Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft (CVAG) haben die Pläne für den Umbau der Leipziger Straße in Chemnitz in der Stadthalle öffentlich vorgestellt.

Der rund 1,8 Kilometer lange Abschnitt schließt am Konkordiapark an den ersten Teilbereich an und endet am Eissportzentrum. Vorgesehen sind neue Doppelgleise für CVAG und City-Bahn – teils in Rand-, teils in Mittellage –, vier Haltestellen sowie Rad- und verbreiterte Gehwege. Für den Kfz-Verkehr bleiben vier Fahrstreifen mit teils neuen Linksabbiegespuren erhalten. Nach Fertigstellung des Abschnitts bis zum Chemnitz-Center können pro Richtung stündlich bis zu acht Bahnen verkehren. Nach Inbetriebnahme soll die Straßenbahnlinie 4 die Strecke regulär bedienen, während die Buslinie 21 auf den Abschnitt Ebersdorf–Stadtzentrum angepasst wird.

Parkplätze im südlichen Abschnitt entfallen und werden zwischen Glauchauer Straße und Küchwaldring teilweise ersetzt. Ein Rasengleis und eine Gehölzallee sollen den Straßenraum aufwerten. Bestehende Bäume bleiben nach Möglichkeit erhalten; notwendige Fällungen werden kompensiert.

Der Stadtrat entscheidet im Oktober über die Umsetzung. Bei Zustimmung folgen 2027 die Entwurfsplanung, 2028 das Planfeststellungsverfahren und ein Baubeginn frühestens 2030 (nach Abschluss von Abschnitt 1).

Die gesamte 16 Kilometer lange Strecke nach Limbach-Oberfrohna soll Mitte der 2030er Jahre fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten im mittleren dreistelligen Millionenbereich werden mit dem regionalen Energieversorger, dem Entsorgungsbetrieb und der Stadt koordiniert. Thomas Kütter, Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau, betonte, die nördliche Einfallachse werde durch das Projekt „grüner und attraktiver als je zuvor“.

EVN