Am Berliner Hauptbahnhof und Ostbahnhof sollen gemeinsame Streifen von Polizei, Bundespolizei, DB Sicherheit und Ordnungsämtern für mehr Präsenz sorgen. Ziel sind schnellere Reaktionen, bessere Abstimmung und mehr Ansprechbarkeit vor Ort.
An zwei stark frequentierten Berliner Bahnhöfen sollen gemeinsame Verbundstreifen die Sicherheit erhöhen. Nach Angaben der Deutschen Bahn sind die Bundespolizei, die Polizei Berlin, DB Sicherheit sowie die Ordnungsämter Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg beteiligt. Im Einsatz sind die Kräfte am Hauptbahnhof und am Ostbahnhof.
Die Beteiligten wollen vor allem zu Schwerpunktzeiten sichtbarer präsent sein. Sie sollen schneller auf unterschiedliche Situationen reagieren und Einsatzlagen gemeinsam bewerten können. Ein Schwerpunkt liegt auf dem direkten Informationsaustausch vor Ort. Dadurch sollen Erkenntnisse rascher weitergegeben und Maßnahmen besser koordiniert werden.
Am Donnerstag waren die gemeinsamen Kräfte am Berliner Hauptbahnhof und in dessen Umfeld unterwegs. Neben der objektiven Sicherheit soll auch das Sicherheitsgefühl von Reisenden, Besucherinnen und Besuchern sowie Beschäftigten gestärkt werden.
Carsten Glade, Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin, betonte, Bahnhöfe bräuchten sichtbare Präsenz und verlässliche Ansprechpartner. Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel verwies im Rahmen der aktuellen Aktionswoche zum Waffen- und Messerverbot im ÖPNV zudem auf die Bedeutung gemeinsamer Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum und im Nahverkehr. Auch Vertreter der Bahn und des Bezirksamtes Mitte hoben die gebündelte Kompetenz und die klareren Zuständigkeiten hervor.
Der Pilot läuft den Angaben zufolge bereits seit Februar im Rahmen des Sofortprogramms für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen und soll künftig fortgeführt werden.

EVN
